
Ich sitze da, versuche herauszufinden, was mit mir los ist. Aber da kommt keine Erkenntnis, denn ich weiß nicht mehr wer ich bin. Mir laufen die Tränen übers Gesicht, ich halte das Messer in der Hand und frage mich immer wieder, warum ich mir das antue. Die Klinge gleitet über meine Haut, erst ganz vorsichtig, Aber dann packt mich die Wut und sie geht tiefer ins Fleisch hinein. Das Blut fließt, aber ich habe immer noch nicht genug.All die aufgestauten Gefühle, der Hass, der Schmerz und die Angst vor mir selbstkommen hoch – sie bahnen sich durch meine Tränen ihren Weg.Ich bin so müde, so müde des Kämpfens und des Lebens. Ich will mich aufgeben, mich fallenlassen und nie wieder aufwachen. Genug von alledem.Aber ein letzter Lebenswille ist wohl immer noch da, denn irgend wann lege ich das Messer beiseite und ich werde ruhig. Eine Stille umgibt mich in diesem Moment und ich habe wieder ein paar Stunden der Ruhe gewonnen. |